Vereinigte Volksbank eG im Jahr 2016:

 

  • VVB wächst überproportional im Kundengeschäft 
  • VVB arbeitet sehr rentabel und ist mit dem Ergebnis sehr zufrieden
  • VVB hält den Personalbestand und die Anzahl der Filialen konstant und steht zur regionalen Verantwortung


Bei der Vorstellung der Bilanz- und Ergebniszahlen des Jahres 2016 konnte der Vorstandsvorsitzende der Vereinigten Volksbank eG (VVB), Mathias Beers, ein sehr positives Fazit ziehen. Das betreute Kundenvolumen stieg erstmals über die Grenze von   2,2 Mrd. €, das erwirtschaftete Ergebnis vor und nach Risiko wurde nochmals auf hohem Niveau verbessert.

Die Bilanzsumme des Institutes liegt bei 1.034 Mio. € und überstieg erstmals die Milliardengrenze deutlich. Ausschlaggebend dafür waren zum einen hohe Wachstumsraten im Kundenkredit– und auch im Kundeneinlagengeschäft und zudem notwendige Maßnahmen zur Einhaltung der neuen Liquiditätskennziffer (LCR). Das bilanzielle Kundenkreditgeschäft stieg um 5,63% auf jetzt 768 Mio. €. Neben dem klassischen Geschäft mit unseren Firmen- und Gewerbekunden, das weiter ausgebaut wurde, konnten große Kreditengagements aus dem Bereich der regenerativen Energie in einem Volumen von   25,5 Mio. € finanziert werden. Aber auch die private Immobilienfinanzierung - geprägt durch zunächst große Unsicherheiten bei der Wohnimmobilienkreditrichtlinie - verzeichnete Zuwachszahlen und konnte dem Trend der vergangenen Jahre entsprechend weiter zulegen. Auf der Passivseite der Bilanz stiegen die Kundeneinlagen um 5,5 % auf 837 Mio. €. Die Kunden vertrauen anscheinend zu Recht in besonderem Maße der Seriosität und der Einlagen- und Institutssicherung der Volksbanken. Verwahrentgelt, das mittlerweile von vielen Banken und Sparkassen bereits ab einer Einlage von 100.000 € berechnet wird, gibt es bei der VVB aktuell noch nicht. Für Einlagen institutioneller Kunden ab einer Einlage von 1 Mio. € ist dies geplant.

Im Jahr 2016 konnte die VVB 1.396 Mitglieder neu gewinnen. Insgesamt hat die Bank 39.694 Eigentümer, die durch 196 Vertreterinnen und Vertreter repräsentiert werden. Auf die 17 Mio. € Geschäftsguthaben der Mitglieder zahlt die VVB eine Dividende von 3% und zusätzlich noch den MitgliederBonus in Höhe von 380.000 € – für 2016 werden insgesamt fast 900.000 € ausgeschüttet; dies entspricht einer Rendite von 5,3 % auf die Geschäftsguthaben.

Die Ergebnisentwicklung der VVB hat sich auch im 8. Jahr in Folge weiter verbessert. Vor Bewertung erwirtschaftet die VVB ein Betriebsergebnis von 11,4 Mio. € oder 1,10% der durchschnittlichen Bilanzsumme; nach Bewertung wird der Spitzenwert von 12,4 Mio. € oder 1,20% dBs erreicht. Der Zinsüberschuss konnte gegenüber dem Vorjahr um 400 T€ auf 23.668 T€ verbessert werden, während der Provisionsüberschuss auf sehr hohem Niveau um ca. 400 T€ auf 9.600 T€ zurückging. Bei einer nur leichten Steigerung im Personalaufwand um 70 T€ auf 14.330 T€ und einem Rückgang des Sachaufwandes inkl. der Abschreibungen auf 7.770 T€ wird das BE 1 mit 11,4 Mio. € erreicht. Damit liegt die VVB auch bundesweit in der Spitzengruppe beim Vergleich der Ergebnisse aller Volksbanken. Hier in der Region gehört die VVB zu den rentabelsten Banken und muss einen Vergleich auch mit Sparkassen und Privatbanken nicht scheuen.


Die Null-Zins-Phase wird aber in den kommenden Jahren für alle Banken, die klassisches Einlagengeschäft und Kreditgeschäft betreiben, dramatische Konsequenzen haben. Daher ist es notwendig, schon heute entsprechende Vorsorge zu treffen. Adäquate Maßnahmen hat die VVB bereits eingeleitet. Die Cost-Income-Ratio der VVB beträgt aktuell 66%.

Im Jahre 2016 hat sich die VVB um das Siegel „Familienfreundliches Unternehmen“ beworben und dies nach der Analyse durch die Stabsstelle der „saar.is“ auch erhalten. Ausschlaggebend waren unter anderem die mehr als 60 vorhandenen Modelle der Teilzeitregelung für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie die Unterstützungsleistungen der VVB zur Gesundheitsvorsorge. Das Junior-Team der VVB, bestehend aus insgesamt 9 jungen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der VVB, hat 2016 wiederum zahlreiche bemerkenswerte Aktivitäten für Kinder und Jugendliche im Saarland durchgeführt. Eine Tagesfahrt in den Europa-Park nach Rust, ein VVB-Kinoabend, eine Weinverkostung für eine junge Zielgruppe im Lokschuppen in Dillingen sowie Bastelnachmittage in den Filialen an Ostern und Weihnachten sind nur einige Aktionen, die das Junior-Team eigenhändig plant, vorbereitet und durchführt. Das VVB-Kinderfest in Kleinblittersdorf, das größte Kinderfest mit kostenlosen Attraktionen für Kinder im Saarland, lockte auch 2016 wieder ca. 3.500 Kinder auf das Festgelände. Die Facebook-Aktivitäten der VVB wurden 2016 weiter intensiviert. Mittlerweile hat die VVB auf Facebook über 4000 „Fans“ und startet regelmäßig Gewinnspiele, die eine große Reichweite erzielen. Die Crowdfunding-Aktivitäten der VVB über eine eigene Plattform haben sich 2016 etabliert.

Standen darüber hinaus im Berichtsjahr 2016 die Umsetzung der Wohnimmobilienkreditrichtlinie, sowie die Standardisierung aller Passivprozesse im Vordergrund der Projektarbeit, so wird man sich im Jahr 2017 vor allem mit einer detaillierten Analyse des Filialsystems beschäftigen. Darüber hinaus ist im Firmenkundenbereich eine neue separate und dezentral aufgestellte Einheit „Geschäftskunden“ geplant. Mit diesem neuen Ansatz verspricht sich die VVB eine deutliche Intensivierung dieses Segmentes. Zudem plant die VVB, im Jahre 2017 mit der Digitalisierung des Kreditarchivs zu beginnen.

Letztlich werden sich Aufsichtsrat, Vorstand und Führungskräfte der VVB 2017 auch mit der Frage beschäftigen, ob eine Fusion für die VVB sinnvoll erscheint, oder ob man lieber allein die Zukunft gestalten sollte. 

Die VVB geht insgesamt mit Zuversicht und breiter Brust in das Jahr 2017.

Die Vertriebserfolge der VVB setzen sich in den ersten 6 Wochen des Jahres 2017 fort und lassen erwarten, dass das Geschäftsjahr annähernd erfolgreich verlaufen wird wie 2016. Im Kundenkreditgeschäft ist für 2017 ein Wachstum um 21 Mio. € geplant; das Kundeneinlagenvolumen soll um 9 Millionen abschmelzen. Mit einem Wert von 9,1 Mio. € plant die VVB für 2017 ein um ca. 2,3 Mio. € schlechteres Betriebsergebnis; allein der Zinsüberschuss reduziert sich um 2 Mio. € im Jahre 2017 aufgrund der EZB-Zinspolitik. Auch das Provisionsergebnis dürfte leicht schwächer ausfallen. Erste Synergien im Bereich der Personal- und Sachkosten können 2017 realisiert werden.

Die VVB wird auch 2017 ein gutes Ergebnis abliefern und ihre Eigentümer zufriedenstellen - gegen die Negativ-Zinspolitik der EZB ist allerdings auch die VVB auf lange Sicht machtlos.

Fotos (Abdruck honorarfrei, Iris Maurer)