VVB: Erfolgreich im Jahr der Fusion

  • Vorjahresergebnis im Fusionsjahr übertroffen
  • Fusion im Zeitplan abgeschlossen
  • weiterhin Wachstum im Kundenkreditgeschäft
  • betreutes Kundenvolumen bei 2,1 Mrd. €
  • Jahresstart 2014 ggü. Vorjahr verbessert

Ein Fusionsjahr ist ein ganz besonderes Jahr: die Fusionsarbeiten belasten zusätzlich - sowohl zeitlich, als auch finanziell. Dennoch hat sich die Vereinigte Volksbank eG (VVB)  nicht von ihrem Erfolgskurs abbringen lassen. Weiterhin Wachstum im bilanziellen und im außerbilanziellen Kundengeschäft, ein Ergebnis deutlich über dem Plan im Fusionsjahr und besser als im Vorjahr und die reibungslose Durchführung aller Fusionsprojekte mit erfolgreichem Abschluss zum Jahresende 2013 sind die Kernelemente des Prädikatsjahrganges 2013. Mathias Beers, Vorstandsvorsitzender der VVB, spricht daher den 320 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der VVB zunächst ein großes Lob aus. In den 44 Filialen von der Oberen Saar bis zur Unteren Saar werden fast 90.000 Kunden betreut, davon sind 39.000 auch Mitglieder der VVB.

„Normalerweise erwartet man in einem Fusionsjahr Schleifspuren in der Bilanz und in der G+V“, so Mathias Beers. „Wir haben dies zum Glück nicht erleben müssen und haben damit unsere Fusion bereits Ende 2013 komplett abschließen können. Es gibt keine offenen Themen mehr, keine offenen Projekte aus der Fusion und keine Restanten, die noch abzuarbeiten wären“, so Beers anlässlich der Pressekonferenz der VVB auf Schloß Halberg.

Wachstum im Kundenkreditgeschäft

Die Bilanzsumme der VVB liegt bei 1 Mrd. €. Das Kreditgeschäft konnte ausgebaut werden – Wachstum gab es sowohl im Firmenkundenkreditgeschäft, als auch im Kreditgeschäft mit Privatkunden. Im Jahre 2013 wurden einige große Photovoltaikanlagen im Saarland finanziert, sowie gewerbliche Immobilienprojekte, denn der Trend in die Immobilie ist weiterhin ungebrochen. Als einzige Volksbank im Saarland lässt sich die VVB jedes Jahr durch den TÜV Saarland das Baufinanzierungsgeschäft und die Immobilienvermittlung zertifizieren, wovon die Kunden regelmäßig durch Anregungen, Vorschläge und Verbesserungen des TÜV Saarland profitieren.

Ein gutes Ergebnis erzielte zudem die Tochtergesellschaft der VVB, die „meine VVB Immobilien GmbH“, die die Immobilienvermittlung im Saarland betreibt. Der hohen Nachfrage wird die „meine-VVB-Immobilien GmbH“ gerecht und hat zwei weitere Immobilienmakler zum Jahresbeginn 2014 eingestellt.

Auf der Aktivseite der Bilanz wurden die Eigenanlagen zu Gunsten des eigenen Kreditgeschäftes reduziert. Die Eigenanlagen der VVB setzen sich zum 31.12.2013 aus einem Direktbestand von 193 Mio. € und einem eigen gemanagten Spezialfonds im Volumen von 57,8 Mio. € zusammen.

Auf der Passivseite der Bilanz konnten die Einlagen der Privatkunden ausgebaut werden. Lediglich von einigen wenigen institutionellen Großeinlegern wurden zum Jahresende 2013 ca. 22 Mio. € abgezogen. Mit der Entwicklung des Einlagengeschäftes ist die VVB zufrieden. Das Produkt mit der höchsten Wachstumsrate auf der Passivseite ist das „VVB-Mitgliedersparen“, bei dem die VVB den Zinssatz für die Mitglieder besonders attraktiv gestaltet, um eine Anlagealternative auch im aktuellen Zinstief zu bieten.

„Wir beobachten weiterhin, dass unsere Kunden auch Teile ihrer Gelder bei Direktbanken parken, um von deren Lockvogelangeboten zu profitieren. Für das Tagesgeschäft und die qualifizierte Beratung werden dann weiterhin unsere Mitarbeiter in den Filialen in Anspruch genommen. Auf Dauer werden wir dies mit unserem kostenintensiven Apparat in der gewohnten Form nicht aufrecht erhalten können. Derzeit unterhalten wir 30 personenbesetzte Filialen und 14 SB-Stellen von Kleinblittersdorf bis in die Gemeinde Losheim. Es muss daher unser Antritt sein, für den Kunden alleinige Hauptbankverbindung zu bleiben oder zu werden – dann profitieren beide Seiten gleichermaßen“, so Mathias Beers. „Direktbanken zahlen weder Steuern in der Region, noch unterstützen sie Vereine und soziale Einrichtungen, noch beschäftigen sie Mitarbeiter hier aus der Region“.

Das Eigenkapital der VVB wurde wieder kräftig aufgestockt und beläuft sich mittlerweile auf über 90 Mio. €. Mit 16 Mio. € haben die Geschäftsguthaben der 39.000 Mitglieder daran einen hohen Anteil. Weiterhin gewinnt die VVB neue Mitglieder hinzu, die zum einen von der Servicequalität überzeugt sind und zum anderen vom Mitglieder-Bonus-System und der attraktiven Dividende profitieren möchten.

Ertragsentwicklung gegenüber Vorjahr noch verbessert
 
Das Vorjahr 2012 war bereits ein Ausnahmejahrgang für die VVB und für die Volksbank Dillingen. Dennoch wurde im Fusionsjahr 2013 ein noch besseres Ergebnis erzielt, obwohl durch die Fusion zusätzliche Belastungen in Höhe von insgesamt 760 T€ zu verzeichnen waren. Darüber hinaus hat der Vorstand durch einige bilanzpolitische Entscheidungen den ausgewiesenen Ertrag noch reduziert und damit Reservepositionen für kommende Jahre geschaffen und Kostenbelastungen in das Jahr 2013 vorverlegt, die eigentlich erst in 2014 aufgetreten wären. Alles in allem ist die VVB daher mit dem Jahresergebnis mehr als zufrieden.

Dennoch gibt es Ertragsrisiken, auf die der Vorstand der VVB hinweist. „Unser größtes Ertragsrisiko liegt in einem weiteren Rückgang des Zinsniveaus am Kapitalmarkt“, so Mathias Beers. Positiv wird sich das Zinsergebnis der VVB entwickeln, wenn die Zinsen irgendwann einmal wieder ansteigen werden. Für den theoretischen Fall eines weiteren Zinsrückgangs – der derzeit nicht prognostiziert wird – hat die VVB entsprechende Vorsorge getroffen. Grundsätzlich darf daher erwartet werden, dass der Zinsüberschuss, der im Jahre 2013 bei 23.851 T€ lag (Vj, 25.020 T€) im Jahre 2014 in etwa auf gleicher Höhe liegen wird. Der Provisionsüberschuss ist mit 8,9 Mio. € (Vorjahr 8,8 Mio. €) ohnehin auf hohem Niveau – aber auch hier erwartet der Vorstand der VVB eine Stabilisierung für das laufende Jahr.

Die Verwaltungsaufwendungen sind 2013 belastet durch die fusionsbedingten Einmalkosten, die sich auf 760 T€ belaufen. Dieser Betrag setzt sich zusammen aus den Kosten der IT-Zusammenführung, der juristischen Begleitung der Fusion, notwendigen Umbaukosten und Werbekosten der Fusionskampagne. Der gesamte Verwaltungsaufwand ist mit 23,6 Mio. € dennoch nur um 100 T€ höher als im Vorjahr und kann daher zufriedenstellen.

Ein unauffälliges Bewertungsergebnis für das Kreditgeschäft und das eigene Wertpapiergeschäft, sowie ein positiver Saldo des außerordentlichen Ergebnisses sorgen dafür, dass das Ergebnis vor Steuern bei 8,9 Mio. € liegt  - gegenüber 8,8 Mio. € im Vorjahr.

Wir sind weiterhin ein sehr guter Steuerzahler und werden mit 2,8 Mio. € Steueraufwand belastet. „Dieser Betrag kommt unserer Region zu Gute und füllt die klammen öffentlichen Kassen“, so Mathias Beers.

Saarbrücken, 21. März 2014

Mathias Beers


Vorsitzender des Vorstandes
Vereinigte Volksbank eG

meine VVB

 

 

Fotos: Iris Maurer, Abdruck honorarfrei


Bildtext:

Bild 1: Mathias Beers, Vorstandsvorsitzender der Vereinigten Volksbank eG

Bild 2: v.l.n.r. Hans-Joachim Meyer (stellv. Vorstandsvorsitzender), Mathias Beers (Vorstandsvorsitzender), Uli Starck (Mitglied des Vorstandes)