Rekordergebnis im 118. Geschäftsjahr

Vereinigte Volksbank eG

  • Erneute deutliche Ergebnisverbesserung
  • Betreutes Kundenvolumen bei 2,13 Mrd. €
  • Online-Filiale mit Produktverkauf eröffnet
  • Erste Crowdfunding-Plattform im Saarland
  • Pensionsverpflichtungen der VVB ausgelagert
  • Neuer Bereichsleiter Firmenkunden

     

Das 118. Geschäftsjahr der VVB war nach Aussage von Mathias Beers, Vorstandsvorsitzender der Vereinigten Volksbank eG, das bislang erfolgreichste Jahr in der Geschichte der Bank.

Im bilanziellen Geschäft konnten im Kundenkreditgeschäft weitere Zuwächse erreicht werden. Die Forderungen an Kunden erhöhten sich maßgeblich durch eine Ausweitung des Firmenkundenkreditgeschäftes und des Baufinanzierungsge- schäftes um fast 24 Mio. € auf nun 728,5 Mio. €. Dieses bilanzielle Wachstum ging zu Lasten der Eigenanlagen der Bank - diese Position wurde um 35 Mio. € auf 201 Mio. € zurückgefahren.
Auf der Passivseite der Bilanz nahmen die

Kundeneinlagen um 26 Mio. € auf 790,7 Mio. € zu. Das Wachstum ist im Wesentlichen damit zu begründen, dass die Kunden Sicherheit in ihrer Anlage suchen, die durch die Einlage bei der VVB in doppelter Hinsicht optimal gegeben ist.

Bemerkenswert auf der Passivseite der Bilanz der VVB ist auch der Rückgang bei den Rückstellungen für Pensionen. Die VVB hat zum 30. Juni 2015 ihre Pensionsverpflichtungen für 15 ehemalige und zwei aktuelle Vorstandsmitglieder komplett auf die R+V Versicherung ausgelagert. In der aktuellen Bilanz werden nur noch 79.000 € als Pensionsrückstellungen ausgewiesen (Vorjahr 10,4 Mio. €) – dieser Betrag deckt die voraussichtliche Rentensteigerungen für die Pensionen in den Jahren 2016 ff. ab.

Beers machte deutlich, dass die VVB mit dem bilanziellen Ergebnis sehr zufrieden ist und die Planungen übertroffen hat – zudem konnte insgesamt das betreute Kundenvolumen (als Summe aus dem bilanziellen und außerbilanziellen Kundengeschäft, d.h. inkl. der Bestände bei der Union Investment, Bausparkasse Sachwäbisch-Hall, R+V Versicherung u.a.) im Jahre 2015 auf 2,132 Mrd. € (+ 38 Mio. € ggü. Vorjahr) gesteigert werden.

Als erste Mitgliedervolksbank an der Saar legt die VVB Wert auf die finanzielle Förderung ihrer 39.328 Mitglieder. Diese halten 17 Mio. € Geschäftsguthaben, das durch die Kombination aus MitgliederBonus und Dividende im Durchschnitt mit 5,5% p.a. verzinst wird. Insgesamt schüttet die VVB auf diesem Wege 1 Mio. € an ihre Mitglieder aus.

Die Gewinn- und Verlustrechnung der VVB für das Jahr 2015 dokumentiert im erwirtschafteten Betriebsergebnis vor Risikokosten (dies stellt die Summe aus dem Zins- und Provisionsergebnis abzüglich des Personal- und Sachaufwandes inkl. der Abschreibungen dar) einen Wert von 12,2 Mio. € - dies ist eine Ergebnissteigerung gegenüber dem Vorjahr um 2,5 Mio. €. Im Betriebsergebnis nach Bewertung verbleiben 12,3 Mio. € - auch dies ist eine deutliche Verbesserung gegenüber dem Vorjahr. Beide Ergebnisse stellen für die VVB einen erneuten Rekord dar und liegen deutlich über dem Durchschnitt vergleichbarer Volksbanken und Sparkassen.

Der Zinsüberschuss konnte mit 24,45 Mio. € oder 2,51% dBs. noch einmal leicht (um 300 T€) verbessert werden, während das Provisionsergebnis der VVB zum 31.12.2015 deutlich – um 1,1 Mio. € auf jetzt 10,02 Mio. € oder 1,03% dBs gesteigert werden konnte.

Der Personalaufwand liegt um 500 T € niedriger als im Vorjahr bei jetzt 14,35 Mio. €. Die Reduktion ist auf zwei wesentliche Faktoren zurückzuführen. Zum einen auf die Auslagerung der Pensionsverpflichtungen zum 30.06.2015 und zum anderen auf das Erreichen der Altersgrenze langjähriger Mitarbeiter ohne Wiederbesetzung der Stelle. Der Personalbestand der VVB hat sich im Berichtszeitraum um 12 auf jetzt 258 Mitarbeiter verringert.

Im Sachaufwand erreicht die VVB mit 6,9 Mio. € einen Betrag leicht oberhalb des Vorjahreswertes – dies allerdings unter der Prämisse, dass die Komplettrenovierungen der Filialen in Kleinblittersdorf und Friedrichsthal in einem Gesamtvolumen von ca. 400 T € noch zu Lasten des Ergebnisses 2015 durchgeführt werden.

Bedingt durch ein positives Bewertungsergebnis von 150 T€ wurde das Betriebsergebnis nach Bewertung im Jahre 2015 auf den Rekordwert-Spitzenwert von 12,35 Mio. € gesteigert.

Nach Steuern, Dividende und Mitgliederbonus und unter Berücksichtigung des Mehraufwandes für die Auslagerung der Pensionsverpflichtungen verbleibt immer noch ein Betrag von 3 Mio. €, der zur Stärkung des Eigenkapitals verwendet wird.

Bei der komplexen Auslagerung der Pensionsverpflichtungen handelt es sich um einen Vorgang, der sich in der Bearbeitung ca. 4 Monate lang hinzog.
Dies belastet die Ertragsrechnung der VVB im Jahre 2015 außerordentlich mit einem Betrag von ca. 5 Mio. € vor Steuern. Im Gegenzug werden aber die kommenden Geschäftsjahre der VVB um die ansonsten (ohne Auslagerung) deutlich steigenden Zuführungen zu den Pensionsrückstellungen entlastet, da durch die Auslagerung künftig allein die R+V Versicherung als kompetenter,seriöser und solider Partner für die Pensionszahlungen an 15 ehemalige Vorstände und zwei aktive Vorstandsmitglieder eintritt. Die Tatsache, dass bereits zahlreiche andere Volksbanken – aber auch Firmenkunden der VVB – nach den Erfahrungen bei der Auslagerung nachgefragt haben zeigt, dass dieses Thema in Zukunft an Dynamik gewinnen wird und noch etliche andere Unternehmen intensiv beschäftigen wird. Ein wesentlicher Grund für die Auslagerung zum jetzigen Zeitpunkt war die Tatsache, dass die G+V der VVB im Jahre 2015 die Auslagerung ohne Zugriff auf die Reserven der Bank erlaubte und damit die Ergebnisse der kommenden Jahre geschont werden. Zudem rechnet die VVB mit einem noch über einige Jahre andauernden Niedrigzinsumfeld, das die Zuführungen zu den bilanziellen Pensionsrückstellungen weiter stark ansteigen ließe.

Weitere Zukunftsprojekte, die zudem mit hohem finanziellen Aufwand verbunden waren, waren die Eröffnung einer Online-Filiale und die erste Crowdfunding-Plattform im Internet unter „meine-vvb.viele-schaffen-mehr.de“ im Saarland.
Die ersten zwei Projekte, die Vereine eingereicht haben, sind auch bereits erfolgreich abgeschlossen; so kann eine neue Basketballkorbanlage für den TuS Herrensohr durch Crowdfunding und Spenden der VVB finanziert werden. Zudem kann die Mellinschule Sulzbach neue Spielgeräte für den Pausenhof anschaffen.

Im Bereich der Zahlungen im Internet können sich die Kunden der VVB bei paydirekt registrieren lassen – über das sichere Online Banking der VVB sind dann auch solche Zahlungen im Internet abzuwickeln, ohne dass die Kontodaten dem Empfänger der Zahlung elektronisch übermittelt werden.

Ein modernes, nutzerorientiertes Online-Banking mit entsprechendem Online-Produktverkauf stellt heute für die VVB einen Hygienefaktor neben dem klassischen Filialsystem dar.

Die 26 personenbesetzten Filialen der VVB wurden 2015 neu geclustert. 6 Allfinanz-Center mit Mitarbeitern aus den Bereichen Baufinanzierung und Vermögenskundenbetreuung sind die Filialen Beckingen, Saarwellingen, Quierschied, Dudweiler, Sulzbach und Kleinblittersdorf. 16 Finanz-Center mit einer umfassenden Rundumbetreuung durch qualifizierte Mitarbeiter (von Bübingen bis nach Diefflen quer durch das Saarland) sowie 4 Service-Center, die vormittags für den persönlichen Kundenservice geöffnet haben, runden neben weiteren 16 SB-Centern das stationäre Angebot der VVB im Saarland ab.

Neu in die VVB eintreten wird Herr Thomas Spick zum 1. April 2016. Er wird Bereichsleiter Firmenkunden und kommt von der Bank 1 Saar zur VVB; ebenfalls am 1. April wird Herr Sascha Merz als stellvertretender Bereichsleiter Firmenkunden neu beginnen – Herr Merz kommt von der Sparkasse Neunkirchen.

Ende des Jahres 2016 wird der stellvertretende Vorstandsvorsitzende, Hans-Joachim Meyer im 63. Lebensjahr nach fast 30 Jahren Vorstandstätigkeit in der genossenschaftlichen Organisation in den Ruhestand treten; Ende 2017 wird das Vorstandsmitglied Axel Straßer sein Vorstandsamt niederlegen, um in die passive Phase der Altersteilzeit einzutreten. Damit wollen beide Herren im Einklang mit ihrer persönlichen Lebensplanung ein Beispiel setzen und die Möglichkeit eröffnen, dass frühzeitig und adäquat durch ein vorausschauendes Kostenmanagement reagiert werden kann. Der Vorstand der VVB wird ab 2018 aus zwei Personen bestehen – weitere Vorstandsbestellungen sind zur Zeit nicht vorgesehen und es sind auch keine weiteren Fusionen mit anderen Volksbanken geplant.

Mit dem Jahresstart 2016 ist die VVB zufrieden. In den ersten sechs Wochen wurden bereits die Ziele in einigen Bereichen übertroffen. Daher ist der Vorstandsvorsitzende zuversichtlich, dass das Ergebnisziel des Jahres 2016 in Höhe von 8,7 Mio. € auch erreicht wird. Leider wird man sich aber 2016 wohl endgültig von der stetigen Verbesserung der Ergebnisse der VVB verabschieden müssen, denn die Negativ-Zins-Politik hinterlässt in der G+V der VVB für das laufende Jahr tiefe Spuren; eine Kompensation dieses Rückganges um ca. 1,5 Mio. € im Zinsüberschuss durch Maßnahmen der Erhöhung des Provisionsüberschusses oder Senkung der Kosten in etwa gleicher Höhe erscheint aktuell nicht möglich.

Saarbrücken, 19. Februar 2016

Mathias Beers
Vorsitzender des Vorstandes

Vereinigte Volksbank eG
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Fotos (Abdruck honorarfrei, Iris Maurer)

Bildtext:

Rekordergebnis im 118. Geschäftsjahr

Mathias Beers, Vorstandsvorsitzender der VVB