VVB setzt Erfolgskurs der letzten Jahre fort

Bilanzpressekonferenz der VVB am 08.03.2013, Schloss Halberg Saarbrücken

- Deutlicher Mitgliederzuwachs bei der VVB
- Geschäftsguthaben der Mitglieder wachsen um 1,2 Mio. €
- Wachstum im Kundenkreditgeschäft und bei den Kundeneinlagen
- Betriebsergebnis auf hohem Niveau
- Fusionsvorhaben mit Volksbank Dillingen verläuft planmäßig

Die Vereinigte Volksbank eG im Regionalverband Saarbrücken (VVB) setzt den Erfolgskurs der vergangenen Jahre konsequent fort. Insbesondere zahlreiche neue Mitglieder und eine außerordentlich hohe Steigerung bei den Geschäftsguthaben sind Highlights des zurückliegenden Jahres. Nach Ansicht von Mathias Beers, dem Vorstandsvorsitzenden der VVB, dokumentiert dies, dass die Bevölkerung die vor drei Jahren eingeleitete strategische Ausrichtung zur ersten Mitgliedervolksbank an der Saar honoriert. „Wir erhalten positive Bestätigung von den Mitgliedern und Kunden, die eine Volksbank schätzen, die sich hier in der Region engagiert und sich auch der Förderung der sozialen und kulturellen Projekte im Saarland verpflichtet fühlt“, so Mathias Beers, anlässlich der Pressekonferenz der VVB.

 

Wachstum im Kundenkreditgeschäft und bei den Kundeneinlagen

Die Bilanzsumme der VVB hat sich gegenüber dem Vorjahr leicht auf 755 Mio. € erhöht. Wie in den Vorjahren war dies auch 2012 im wesentlichen durch eine Ausweitung des bilanziellen Kundengeschäftes bedingt. Die Kreditausleihungen an Privat- und Firmenkunden nahmen um 4% gegenüber dem Vorjahr auf 510 Mio. € zu. „Als Partner des heimischen Mittelstandes konnten wir allen Finanzierungswünschen unserer Kunden, die bonitätsmäßig vertretbar waren, in vollem Umfang nachkommen. Insbesondere bei komplexen Finanzierungsanfragen, die ein hohes know-how in der Kreditbearbeitung erfordern, konnten wir uns 2012 auszeichnen“, so Uli Starck, der im Vorstand für die Marktaktivitäten verantwortlich zeichnet.

Das beste Jahr ihrer Unternehmensgeschichte hatte zudem die Tochtergesellschaft der VVB, die „meine VVB Immobilien GmbH“, die Immobilienvermittlung im Saarland betreibt. Die Nachfrage nach Immobilien setzt sich weiterhin fort, wobei mittlerweile bei Immobilien in guten Lagen und mit exklusiver Ausstattung eine Preisobergrenze erreicht sein sollte. Die „meine VVB Immobilien GmbH“ konnte im Jahre 2012 erfolgreich ein Paket von 20 gewerblichen Immobilien in Saarbrücken platzieren, die eine Immobiliengesellschaft als Eigentümer der VVB-Tochtergesellschaft exklusiv zur Vermittlung angeboten hatte. Insgesamt wurden im Jahresverlauf 60 Immobilien vermittelt.

Auf der Passivseite der Bilanz legte die VVB 2012 überproportional zu. Die Kundeneinlagen stiegen um 3,4 % auf jetzt 585 Mio. €. Das Wachstum war getrieben durch Zuwächse der institutionellen Kunden der VVB aus dem Bereich der Krankenhäuser, Altenheime und sozialen Einrichtungen, ohnehin eine Domäne der VVB. Im klassischen Kundengeschäft mit Privatkunden konnten die Einlagen gehalten werden, was als ein Erfolg gewertet werden darf.

Die Geschäftsguthaben der 30.000 Mitglieder der VVB wurden 2012 kräftig ausgeweitet. Mehr als 1,2 Mio. € neue Geschäftsguthaben wurden gezeichnet. Das gesamte erwirtschaftete Eigenkapital wurde in den vergangenen Jahren kontinuierlich verbessert und erfüllt bereits heute die strengen Vorschriften nach Basel III, die erst 2019 umgesetzt werden müssen.

Eine zentrale Steuerungsgröße der VVB ist das „betreute Kundenvolumen“, also die Summe aus dem bilanziellen und außerbilanziellen Kundengeschäft. Das gesamte betreute Kundenvolumen der VVB wuchs 2012 von 1.421 Mio. € auf 1.470 Mio. €.

 

Ertragsentwicklung hält mit der positiven Entwicklung Schritt

Der Blick auf die aktuelle Ertragsentwicklung belegt, dass die VVB ein sehr gutes Ergebnis vorweisen kann. Wiederum werden im operativen Bankgeschäft 7,7 Mio. € verdient. Dies entspricht 1,04 % der durchschnittlichen Bilanzsumme, die im zurückliegenden Geschäftsjahr angestiegen ist.


Der Zinsüberschuss mit 18,7 Mio. € und der Provisionsüberschuss mit 6,6 Mio. € konnten auf dem hohen Vorjahresniveau gehalten werden. Personalaufwendungen stiegen auf 11,3 Mio. € - bedingt durch eine Tariferhöhung und weitere Lohnerhöhungen. Der Verwaltungsaufwand inkl. der Abschreibungen verharrt auf einem noch zu hohen Niveau bei 6,1 Mio. € – dies allerdings wiederum begründet durch kräftige Investitionen in das Filialsystem. Die Cost-Income-Ratio beläuft sich auf 68%; die Wertberichtigungen auf Forderungen und auf die eigenen Wertpapiere sind weiterhin unauffällig.


Fusionsprojekt mit der Volksbank Dillingen ist auf Kurs

Das am 19. Oktober 2012 in Saarbrücken vorgestellte Fusionsvorhaben mit der Volksbank Dillingen befindet sich nach Angaben der beiden Vorstandsmitglieder im Plan. Ein Verschmelzungsvertrag ist ausgefertigt, der Verschmelzungsbericht erstellt und das Fusionsgutachten beauftragt. Der Stellenbesetzungsplan garantiert allen Mitarbeitern beider Volksbanken auch nach dem Vollzug der Fusion einen Arbeitsplatz. Die künftige Aufbauorganisation ist definiert; ein Raumkonzept ist erarbeitet und die Prozesse beider Häuser werden harmonisiert. Die technische Fusion ist für Mitte September 2013 geplant. Im April und Mai finden Vertretervorbesprechungen statt, um den Vertretern beider Häuser das Fusionsvorhaben noch einmal in allen Details zu präsentieren.

 

Mitsprachemöglichkeit von Mitgliedern weiter verbessert

Im Jahre 2012 wurden Mitgliederbeiräte für das Privatkundengeschäft und das Firmenkundengeschäft gebildet. In jedem Beirat sind aktuell ca. 25 Personen versammelt, die einen Querschnitt aus der Mitgliederschaft bilden und regional repräsentativ ausgewählt wurden. Mehrere Sitzungen haben bereits stattgefunden und etliche Vorhaben wurden mit den Beiratsmitgliedern diskutiert, Anregungen aufgenommen und umgesetzt.

 

8 zertifizierte GenerationenBerater ausgebildet

Als erste Volksbank im Saarland hat die VVB 8 GenerationenBerater ausgebildet, die nun ihre Tätigkeit aufnehmen. Die Abschlussprüfung haben alle 8 Mitarbeiter der VVB vor der IHK in Heidelberg abgelegt. Dieser neue und im Saarland einmalige Service wird ausschließlich Mitgliedern angeboten.


Entwicklung der ersten zwei Monate 2013

„Wir haben für das Jahr 2013 konservativ geplant. Natürlich belastet ein Fusionsvorhaben in der von uns geforderten Qualität die Arbeitskraft zahlreicher Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zusätzlich zum normalen Aufgabengebiet “, so Mathias Beers zur aktuellen Geschäftslage. „Wir können daher auch nicht ausschließen, dass wir im Vertrieb im Jahre 2013 nicht an das Ergebnis des Vorjahres heranreichen. Zudem belastet uns das niedrige Zinsniveau, denn im Eigenanlagenbereich sind die Erträge deutlich rückläufig und im Kundenbereich können wir den Zinsaufwand nicht unter das momentane Niveau senken. Unser Zinsergebnis wird daher – ceteris paribus – in den nächsten Jahren, wie grundsätzlich bei allen Volksbanken und Sparkassen, weiter zurückgehen. Insgesamt blicken wir dennoch sehr optimistisch in die Zukunft und freuen uns auf die Herausforderungen im Rahmen der Fusion und der sich anschließenden Zusammenführung beider Volksbanken. Das Jahr 2013 wollen wir uns bewusst Zeit nehmen, um die Fusion für unsere Mitglieder und Kunden optimal umzusetzen, so dass alle nach Vollzug mit besseren Leistungen und erstklassigem Service belohnt werden – dieses Versprechen wollen wir einhalten“, so Mathias Beers zum Abschluss.

 

Saarbrücken, 8. März 2013

Mathias Beers

Vorsitzender des Vorstandes

 

 

Fotos: Iris Maurer

 

Bildtext:

v.l.n.r.: Uli Starck (Vorstand), Achim Girgert (Bereichsleiter Unternehmenssteuerung), Guido Cloos (Bereichsleiter Vertriebsmanagement), Michael Kemmer (Bereichsleiter Kredit), Mathias Beers (Vorstandsvorsitzender).