Vereinigte Volksbank eG und Volksbank Untere Saar auf dem Weg in eine gemeinsame Zukunft


Die Vereinigte Volksbank eG Saarlouis – Sulzbach/Saar (VVB) und die Volksbank Untere Saar eG haben im Rahmen eines gemeinsamen Pressegespräches am 22.10.2018 ihr Fusionsvorhaben vorgestellt. Mit dem Zusammenschluss soll die Leistungsfähigkeit der Bank für die Kunden noch weiter gesteigert werden sowie den zunehmend schwierigen Rahmenbedingungen für Regionalbanken begegnet werden.

Im Rahmen eines Pressegespräches stellen Mathias Beers, Vorstandsvorsitzender der VVB, Edgar
Soester, stv. Vorstandsvorsitzender der VVB und Bernd Mayer, Vorstandsvorsitzender der Volksbank Untere Saar eG, die für das Jahr 2019 geplante Fusion der beiden Häuser vor.

Als Grund für die Fusion führen die Vorstandsmitglieder die überbordende Regulatorik, Belastungen der Ertragslage aufgrund der Niedrigzinspolitik der EZB, den Umbau des Geschäftsmodells aufgrund der Digitalisierung des Bankgeschäftes sowie einen deutlich verschärften Wettbewerb ins Feld. „Diese für die Bankenbranche problematischen Rahmenbedingungen werden sich weiter verschärfen, weshalb eine vorausschauende Bündelung der Kräfte für uns der einzig richtige Weg ist.“, so Mathias Beers.

Die Vorstandsmitglieder sind überzeugt, dass sich beide Häuser ideal ergänzen. Beide Volksbanken sind sehr vertriebsstark, haben in den letzten Jahren auf einen konsequenten Ausbau
des Kundenkreditgeschäftes gesetzt und legen Wert auf eine gezielte Förderung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Zudem passen die durch die Filialen definierten Geschäftsgebiete der Banken hervorragend zusammen.

Die Volksbank Untere Saar eG mit Sitz in Losheim am See hat im Laufe des Jahres 2018 mit
drei potenziellen Fusionspartnern intensive Vorgespräche geführt, die nun zum Abschluss gekommen sind. In getrennten Sitzungen haben sich die Aufsichtsräte der VVB und der Volksbank
Untere Saar eG jeweils einstimmig entschieden, die Vorstandsmitglieder zu beauftragen, für das Jahr 2019 die Fusion der beiden Banken vorzubereiten.

Im Mai 2019 soll den Vertreterinnen und Vertretern beider Häuser die Fusion zur Abstimmung vorgelegt werden. Im Vorfeld sind in den Regionen Informationsveranstaltungen geplant, in denen ausführlich über das Fusionsvorhaben berichtet wird. Die neue Bank wird juristisch als „Vereinigte Volksbank eG Saarlouis – Losheim am See – Sulzbach/Saar“ firmieren. Am Markt wird man als „meine VVB“ auftreten, da dieser Markenname bereits bestens eingeführt ist und einen hohen Bekanntheitsgrad aufweist. Juristisch und technisch übernehmende Bank wird die VVB sein; Sitz der neuen VVB ist weiterhin Saarlouis. Man hat sich darauf verständigt, dass neben Saarlouis und Sulzbach/Saar auch Losheim am See ein weiterer Hauptstandort der Bank sein wird.

Die Vorstandsmitglieder der Volksbank Untere Saar eG, Bernd Mayer und Andreas Heinz, werden
mit Eintragung der Fusion Vorstandsmitglieder der VVB. Vorstandsvorsitzender wird Mathias Beers, Edgar Soester wird zunächst stellvertretender Vorsitzender. Nach dem Ausscheiden von Mathias Beers Mitte 2020 wird Edgar Soester Vorstandsvorsitzender der VVB werden.

Aufsichtsratsvorsitzender der neuen VVB wird mit Eintragung der Fusion Senator e.h. Dr. Michael
Harz, sein Stellvertreter wird Erwin Faust. Nach Ausscheiden der Herren Dr. Harz und Faust Mitte 2020 wird Prof. Dr. Andy Junker Vorsitzender des Aufsichtsrates, sein Stellvertreter wird Dirk Hartmann. Mit Eintragung der Fusion Mitte 2019 werden einige Aufsichtsratsmitglieder aus dem Aufsichtsrat der jetzigen Volksbank Untere Saar eG in den Aufsichtsrat der gemeinsamen Bank eintreten.

„Mit einer Bilanzsumme von 2,5 Mrd. EUR, einem Kundengeschäftsvolumen von 5,4 Mrd. EUR und rund 600 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern wird unsere neue VVB auch bundesweit zu den großen Volksbanken zählen.“, so Edgar Soester. Erklärtes Ziel wird es sein, die Stärken der Bank auch in dieser Größenordnung zu erhalten, nämlich den persönlichen Kontakt zu den Kunden wie auch kurze Entscheidungswege.

„Wir wollen auch zukünftig, die Leistungsfähigkeit der Bank für Mitglieder und Kunden weiter optimieren und nachhaltig sichern. Hierbei spielt ein leistungsfähiges Filialnetz eine ebenso große Rolle wie der Ausbau der digitalen Zugangswege.“, ergänzt Bernd Mayer.

Die neue VVB wird rund 173.000 Kunden haben, davon sind stolze 71.000 auch Mitglied und stellen damit als Anteileigner der Bank Eigenkapital zur Verfügung. Anders als bei Direktbanken legt die VVB - neben einem umfassenden Online-Banking-Angebot, das dem der Direktbanken in nichts nachsteht - Wert auf die persönliche und individuelle Beratung ihrer Mitglieder und Kunden.

Daher wird auch künftig die strategische Ausrichtung als „Mitgliedervolksbank“ fortgesetzt. Die Mitgliedschaft in der Rechtsform der eingetragenen Genossenschaft ist das Merkmal, das die Volksbank wesentlich von allen anderen Banken und Sparkassen unterscheidet. Das Mitglied hat Mitspracherechte und Mitwirkungsrechte und kann so unmittelbar Einfluss auf die Geschäftspolitik der VVB nehmen. Keine andere Volksbank im Saarland setzt in dieser intensiven Ausrichtung auf die Mitgliederorientierung und Mitgliederförderung.

Mit der VVB und der Volksbank Untere Saar eG schließen sich zwei kerngesunde Banken zusammen. Überdurchschnittliche Ergebnisse der letzten Jahre zeichnen beide Fusionspartner aus. Das Tempo der rückläufigen Zinsergebnisse aufgrund der Nullzinsphase der EZB zwingt allerdings gerade Volksbanken und auch Sparkassen, die Kostenstrukturen spürbar zu verbessern,
um auch weiterhin auskömmliche Ergebnisse zu erzielen und damit den steigenden Eigenkapitalanforderungen zu genügen.

Durch diese Fusion reduziert sich die Anzahl der eigenständigen Genossenschaftsbanken an der Saar auf fünf Institute, die mit den Wettbewerbern anderer Bankengruppen um eine kontinuierlich
abnehmende Anzahl von Einwohnern hier im Saarland werben.

Als Fazit der Fusion betonen die Vorstandschefs das Ziel, langfristig eine starke, regionale VOLKSBANK hier in der Region des Saarlandes zu schaffen, da regionale Nähe, gepaart mit hoher Fachkompetenz und sozialer Verantwortung in Zeiten zunehmender Verunsicherung für die Menschen von hoher Bedeutung bleiben.

Wesentliche Eckdaten der fusionierten Bank

Bilanzsumme 2,5 Mrd. €
Kundeneinlagen 2,0 Mrd. €
Kundenkredite 1,8 Mrd. €
Betreutes Kundenvolumen 5,4 Mrd. €
Kundenanzahl 173.000
Mitglieder 71.000
Mitarbeiter (aktiv) 600
Geschäftsstellen (inkl. SB) 78

Bildtext:
v.l.n.r.: Bernd Mayer (Vorstandsvorsitzender der Volksbank Untere Saar eG), Mathias Beers
(Vorstandsvorsitzender der VVB) und Edgar Soester (stv. Vorstandsvorsitzender der VVB)

Presse-Foto (Thomas Seeber, Fotografie Thomas Seeber | Abdruck honorarfrei)